SIMONE BLATTNER
RECHNITZ - JELINEK
DIRECTOR Simone Blattner / STAGE Martin Miotk /COSTUME Andy Besuch
MUSIC Christopher Brandt / TEXT Elfriede Jelinek/ DRAMATURGIE Beate Seidel
Natinaltheater Weimar / 20.09.2026
Fotos / @Sandra Then


"Simone Blattners Inszenierung... macht aus dem Tausch von Bühne und Zuschauerraum einen Perspektiven- wechsel mit Hintersinn. "
( DIE DEUTSCHE BÜHNE- Joachim Lange )
Mit vollem körperlichem Einsatz, Witz und zugleich mit einer verblüffenden Leichtigkeit machen die Spieler dennoch unterscheidbare Figuren aus ihren Texten. Sie lassen sich vom Strudel der düsteren Jelinek’schen Wortmusik in den Abgrund ziehen. Wer als Zuschauer einmal drin ist im Text, wird mitgerissen, bekommt so keine Chance mehr, auszusteigen.



"Blattner lässt sich rückhaltlos auf den Text ein, umschmeichelt ihn sprachverliebt und verlässt sich auf seine subversive Doppelbödigkeit."
( JÜDISCHE ALLGEMEINE )



" Das dürfte auch Sprachzauberin Jelinek gefallen."
( THEATER HEUTE- Torben Ibs )
Der Text durchwatet gekonntdie Untiefen der Erinnerung und des Nicht-Erinnern-Wollens irgendwo zwischen Wahrheit, Gerücht und Wahrscheinlichkeit.
In Weimar übernehmen das Waten fünf Ensemblemitglieder, und Regisseurin Simone Blattner dreht zusammen mit dem Bühnenbildner Martin Mitok kurzerhand Bühne und Zuschauerraum.
Alle blicken ins Parkett und die zwei Ränge, bedeckt mit Erde und zwei Spruchbändern in Fraktur-
schrift, die von «Fresse» und «Freiheit» kün-den. Das dürfte auch Sprachzauberin Jelinek gefallen.
Im zweiten Teil verwandeln sich Chor und Schauspielerinnen allesamt zu Wurzelgemüse. Spargel, Radieschen, Erdbeeren und ein ganzes Heer von Kartoffeln und Rote Beete lässt Kostümbildner Andy Besuch über den Laufsteg aufmarschieren. Es wirkt absurd, wenn die grünen Stengel durch die Gegend baumeln und gleichzeitig über den Einsatz von Jagdwaffen und LKW sinniert wird.




"Was in den Bann zieht, ist der Jelinek-Sound mit seiner musikalischen Qualität. Wer als Zuschauer einmal drin ist, bekommt keine Chance mehr auszusteigen. In Weimar »redet« ein von Christopher Brandt einstudierter, über 30-köpfiger Bürgerchor singend und reflektierend"
(JÜDISCHE ALLGEMEINE)



"Blattner gelingt es durch die Gegenüberstellung, den Überlebenden und den Toten,den Täter:innen und den Opfern gleichermaßen Raum zu geben wie Jelinek den Methoden des Vertuschens und Leugnens."
( THEATER HEUTE - Torben Ibs )


